Palliativpflege 

Kommunikation ist mehr als Worte:

Ein Gefühl von Hilflosigkeit überfällt viele Pflegende im Umgang mit sterbenden Menschen und Ihren Angehörigen. Oft fehlen die "richtigen" Worte. Dabei gibt es sehr viel mehr Möglichkeiten des In-Kontakt-Tretens. 

Die Begleitung sterbender Menschen und ihres sozialen Umfelds erfordert Empathie, Feingefühl und Intuition. Darüber hinaus sollten Pflegende wissen, welche Möglichkeiten der Kommunikation sich ihnen bieten. "Und die gehen über reine Gespräche hinaus!"

Sterbende brauchen das Gefühl, Familienangehörige bleiben bei mir, ganz egal, wie die Dinge sich entwickeln. Erst in einem "Raum des Vertrauens und der Sicherheit" können sich die Menschen mit dem eigenen Sterben auseinander setzen - auf ihre Art und Weise. In dieser Situation sind Menschen oft sehr sensibel und Besonders `wach´ sei das Gehör, die Haut und der Geruchsinn. Daher sei die nonverbale Kommunikation häufig die vorrangige Kommunikationmöglichkeit; sei es durch Berührung, Blickkontakt, Gesten oder Vorlesen. Gespräche treten teilweise in den Hintergrund.

Manchmal geht es einfach um das Bleiben, Aushalten und Mittragen.

Mit einfühlsamen Kommunikationsangeboten können Pflegende auch die Angehörigen unterstützen. Diese befinden sich in einer Ausnahmesituation. Wenn Pflegende sie aktiv ansprechen, erhalten sie die Gelegenheit ihre Bedürfnisse, Sorgen und Ängste zu äußern. Als Hilfreich erweist es sich zudem, die Angehörigen in die Pflege einzubeziehen, beispielsweise durch Anleitung zur Mundpflege, Lagerung, beruhigenden Waschungen oder zur basalen Stimulation. Auch die Angehörigen lernen so andere kommunikative Möglichkeiten kennen, die ihnen den Umgang mit der Situation erleichtern können.

Die Kommunikation mit Menschen in ihrer letzten Lebensphase und ihren Angehörigen sei zwar eine Herausforderung; mit entsprechenden Kenntnissen aber zu bewältigen. Das Wort "palliativ" leitet sich vom lateinischen "palliare" also "schützender Mantel" oder "bedecken" ab. So sollen sich Menschen in ihrer letzten Lebensphase geborgen fühlen. Die Lebensqualität des Patienten einschränkende Faktoren (wie Schmerzen) sollen bestmöglich gelindert werden.

Palliative Care steht auch dafür, ein würdevolles Leben zu ermöglichen und berücksichtigt dabei nicht nur körperliche Beschwerden wie Schmerzen oder andere Symptone. Der ganzheitliche Ansatz erfasst zudem auch psychosoziale Belastung und spirituelle Bedürfnisse. Darüber hinaus bindet er das persöliche Umfeld des Patienten mit ein und wenn gewünscht, auch das Ehrenamt wie die Hospizbewegung Papenburg und Umgebung e.V.. Ab dem Zeitpunkt der Diagnose profitieren die Patienten von einer ganzheitlichen Begleitung und Beratung, egal ob Krebserkrankung oder COPD.

Palliativpflege bedeutet ganz konkret den Tagen mehr Leben geben

Darf jedoch nicht nur darauf reduziert werden. So umfasst sie gleichermaßen, als Teil von Palliativ Care, alle Möglichkeiten mit denen Pflegekräfte die Lebensqualität der Schwerkranken erhalten oder wiederherstellen können. Deshalb kann man die palliative Versorgung bei Besserung oder Genesung des Patienten auch wieder abbestellen.

Du zählst, weil Du, Du bist 

und Du wirst bis zum letzten Augenblick 

Deines Lebens eine Bedeutung haben.

Liceley Sauders 

 

Wir haben eine Kooperation mit den Palliativstützpunkten: Schmerz- und Palliativzentrum Leer und Sögel und  "Die Brücke" Papenburg geschlossen, um eine optimale Versorgung unserer Patienten gewährleisten zu können.

Unsere ausgebildeten Palliative-Care Fachkräfte!

Bild: von links - Nadine Wöste, Christoph Leber, Jana Olliges, Melanie Backmeyer, Margret Müller

Qualifikation 2018

Die Qualitätsprüfung 2018 durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen haben wir mit der Note 1,1 bestanden.

                                                                                                                                                                             

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